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Erklärung zum Mig Löten
Hinter dem Begriff
MIG-Löten verbirgt sich ein Hartlötverfahren, das
mit MIG/MAG- oder Pulse-Arc-Schutzgasschweißgeräten
ausgeführt wird. Es wird zum Verbinden von
beschichteten Blechen eingesetzt. Beim MIG-Löten
wird nicht der Grund-Werkstoff aufgeschmolzen,
sondern eine Hartlötverbindung der Werkstücke
hergestellt. Als Lot werden Drähte mit niedrigen
Schmelzpunkten (bei ca. 1000° C) eingesetzt.
Stahlbleche können durch extrem dünne Zinkschichten
von nur Bruchteilen eines Millimeters (ca 1 bis 20
Mikrometer) wirksam gegen Korrosion geschützt
werden. Der Einsatz von verzinkten Blechen ist
aufgrund des geringen Preises interessant. Wird die
schützende Zinkschicht beschädigt, kommt es trotzdem
nicht zum Rosten des Bauteils. Aufgrund der "kathodischen
Schutzwirkung" wird in einer Distanz von ca. 2
Millimetern der Korrosionsschutz aufrechterhalten.
Anwendungsgebiete finden sich im Automobilbau, in
der Klima- und Lüftungstechnik.
Zink weist eine Verdampfungstemperatur von etwa
900°C auf, so dass beim herkömmlichen Schweißen von
verzinkten Blechen die Oberflächenbeschichtung
großflächig verbrennt. Das verdampfende Zink sowie
die Oxide führen zu Porenbildung, Rissen und
Bindefehlern. Der Lichtbogen brennt extrem instabil.
Diese Probleme können weitgehend durch den Einsatz
des MIG-Lötens umgangen werden. Es wird hier jetzt
ein Bronze-Zusatzwerkstoff mit einem geringen
Schmelzpunkt (im Vergleich zu Stahldraht) von nur
ca. 1000°C eingesetzt. Die Werkstücke werden also
nicht mehr aufgeschmolzen, es bildet sich eine
Lötverbindung. Durch die geringere Wärmezufuhr
verdampft somit nur noch wenig Zink, und auch der
Bauteilverzug ist reduziert. Trotz der Lötverbindung
sind die Festigkeitswerte relativ hoch. Die Naht
korrodiert nicht, da der Zusatzwerkstoff aus Bronze
besteht.
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